Wenn auch das Backup verloren geht: Für wen lionbackup gebaut ist
lionbackup richtet sich an Unternehmen, deren Daten einen bedeutenden wirtschaftlichen Wert haben. Denn wenn Ransomware, ein Insider, ein ehemaliger Mitarbeiter oder ein externer Dienstleister Zugriff auf Systeme und Backups erhält, kann im schlimmsten Fall auch die Datensicherung zerstört werden.
Veröffentlicht am 24. August 2026 · ← Blog
Das klingt nach einem theoretischen Extremfall. Es ist keiner. Vier Fälle aus der Berichterstattung der letzten Jahre zeigen dieselbe Sollbruchstelle aus vier Richtungen: Wer die reguläre IT übernimmt — von außen oder von innen —, hat sehr oft auch die Sicherungen in der Hand.
Fall 1: Ransomware — 72 Kommunen, und die Backups überlebten nur durch Zufall
Im Oktober 2023 verschlüsselte die Ransomware-Gruppe Akira über 960 Systeme des kommunalen IT-Dienstleisters Südwestfalen-IT. 72 Kommunen in Nordrhein-Westfalen konnten monatelang keine KFZ-Zulassungen bearbeiten und keine Ausweise ausstellen. Bemerkenswert ist, warum die Sicherungen den Angriff überstanden — heise online fasst den Forensik-Bericht so zusammen:
„Auch die Tatsache, dass Backups zur Verfügung standen – die Cyberkriminellen hatten diese mangels gültiger Veeam-Zugangsdaten nicht verschlüsseln können – habe beim Wiederaufbau geholfen.“
heise online, 27.01.2024: „Erpressung in Südwestfalen: Akira kam mit geratenem Passwort ins kommunale Netz“
Die Backups blieben also nicht erhalten, weil sie geschützt konzipiert waren — sondern weil den Angreifern zufällig ein Passwort fehlte. Glück ist keine Sicherungsstrategie.
Fall 2: Der Innentäter — Datendiebstahl mit den eigenen Admin-Rechten
Bei Ubiquiti war es kein Angreifer von außen: Der Cloud-Entwickler Nickolas Sharp zog 2020 mit seinen regulären Administrator-Zugängen gigabyteweise Daten aus der AWS- und GitHub-Infrastruktur des eigenen Arbeitgebers — und inszenierte anschließend einen externen Hack. t3n beschreibt das Vorgehen:
„Dabei täuschte er einen Hackerangriff vor und schickte seinem Arbeitgeber dann eine anonyme Lösegeldforderung. 50 Bitcoin, seinerzeit rund 2 Millionen US-Dollar, sollte Ubiquiti zahlen, um die Daten zurück und eine Information über eine bestehende Sicherheitslücke zu erhalten.“
t3n, 04.12.2021: „Hacker, Erpresser, Whistleblower: Dieser Mitarbeiter from Hell ist eine echte Plage“
Sharp wurde 2023 zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der Punkt für die Datensicherung: Ein Innentäter braucht keine Sicherheitslücke. Er hat die Zugänge — in aller Regel auch die zu den Backups.
Fall 3: Der ehemalige Mitarbeiter — 456 gelöschte Server, fünf Monate nach der Kündigung
Sudhish Kasaba Ramesh hatte Cisco längst verlassen, als er sich im September 2018 noch einmal mit gültig gebliebenen Zugangsdaten in die Cloud-Infrastruktur einwählte und per Skript 456 virtuelle Maschinen der WebEx-Teams-Plattform löschte. Mehr als 16.000 Kundenkonten waren bis zu zwei Wochen lahmgelegt, der Schaden lag bei rund 2,4 Millionen US-Dollar. BleepingComputer berichtet über das Urteil:
„Sudhish Kasaba Ramesh, a former Cisco engineer, was sentenced on Wednesday to two years in prison and ordered to pay a $15,000 fine for shutting down more than 16,000 WebEx Teams accounts and over 450 virtual machines in 2018.“
BleepingComputer, 11.12.2020: „Ex-Cisco engineer who nuked 16k WebEx accounts goes to prison“ (englisch)
Übersetzt: zwei Jahre Haft und 15.000 US-Dollar Geldstrafe für die Löschaktion. Vergessene Zugänge ehemaliger Mitarbeiter sind kein Verwaltungsversäumnis am Rande — sie sind ein direkter Weg zu Systemen und Sicherungen.
Fall 4: Der externe Dienstleister — als beim Cloud-Provider alles verloren ging
Und selbst wer intern alles richtig macht, hängt am Ende auch an seinen Dienstleistern. Der dänische Cloud-Provider CloudNordic wurde im August 2023 Opfer eines Ransomware-Angriffs — mit dem denkbar schlimmsten Ausgang für seine Kunden. heise online:
„Die bösartigen Akteure verschlüsselten alle Server-Laufwerke sowie die primären und sekundären Backup-Systeme. Dadurch stürzten die Rechner ab und hatten keinen Zugriff mehr auf die Daten.“
heise online, 23.08.2023: „Ransomware-Angriff: Alle Daten bei CloudNordic futsch“
Sämtliche Kundendaten waren unwiederbringlich verloren — Websites, Mail- und Kundensysteme mussten aus eigenen Beständen neu aufgebaut werden. Wer keine eigenen Bestände hatte, hatte nichts mehr. Primäres und sekundäres Backup lagen im selben Verwaltungsbereich wie die angegriffenen Systeme; genau deshalb halfen sie nicht.
Das gemeinsame Muster — und was daraus folgt
Vier Wege hinein, ein Ergebnis: Sobald ein Angreifer, ein Innentäter, ein Ehemaliger oder ein kompromittierter Dienstleister im regulären IT-Betrieb steht, sind auch die Sicherungen in Reichweite — denn sie hängen an denselben Zugängen, derselben Verwaltung, denselben Rechten. Eine Kopie, die diesen Ernstfall überleben soll, muss außerhalb dieses Zugriffsbereichs liegen.
Genau hier setzt lionbackup an: eine zusätzliche, geschützte Sicherungskopie, vergleichbar mit einem digitalen Tresor oder Schließfach. Sie ist vom normalen IT-Betrieb und dessen Zugriffsrechten getrennt und kann im Ernstfall nur über einen hinterlegten Schlüssel zur Wiederherstellung genutzt werden.
Getrennt vom IT-Betrieb
Kein Admin-Konto, kein Domänen-Zugang und kein Dienstleister-Vertrag Ihrer regulären Umgebung reicht bis an diese Kopie heran. Was die Fälle oben gemeinsam hatten, ist hier konstruktiv unterbunden.
Wiederherstellung nur mit Schlüssel
Die Daten sind clientseitig verschlüsselt; die Wiederherstellung läuft ausschließlich über den hinterlegten Schlüssel. Auch wir selbst können Ihre Inhalte nicht lesen.
So bleibt eine letzte, verlässliche Kopie besonders wertvoller Daten erhalten — auch dann, wenn die reguläre IT und ihre Backups kompromittiert wurden.
Und im Alltag?
Der Tresor ist der Ernstfall-Baustein, kein Sonderfall-Werkzeug: lionbackup lässt sich selbstverständlich auch für tägliche Backups, Migrationen und weitere Anwendungsfälle einsetzen — im Container, unter Windows oder per API. Die Preisgestaltung ist offen kalkulierbar: Preise ansehen oder direkt registrieren.
Unsicher, wie Ihre Backup-Strategie aussehen sollte?
Welche Daten gehören in den Tresor, welche in die tägliche Sicherung — und wie lange müssen welche Stände aufbewahrt werden? Diese Fragen beantworten wir gern gemeinsam mit Ihnen: Wir beraten kostenfrei zu Ihrer Backup-Strategie oder entwickeln sie zusammen mit Ihnen von Grund auf — unabhängig davon, ob am Ende lionbackup zum Einsatz kommt. Sprechen Sie uns an.